Verkehrsrecht - Entziehung der Fahrerlaubnis und Fahrverbot


Die Entziehung der Fahrerlaubnis und das Fahrverbot scheinen auf den ersten Blick dasselbe zu sein. Das sind sie aber nicht. Wir, ihre Rechtsanw├Ąlte aus W├╝rzburg und Ochsenfurt f├╝r das Verkehrsrecht, erl├Ąutern Ihnen nachfolgend einige erhebliche Unterschiede.

Zumindest eines haben die Entziehung der Fahrerlaubnis und das Fahrverbot gemeinsam: Man darf jedenfalls f├╝r eine bestimmte Zeit kein Auto mehr fahren. Ansonsten gibt es aber erhebliche Unterschiede, beispielsweise in den Voraussetzungen f├╝r die Anordnung und eventuellen Problemen bez├╝glich der Wiedererlangung der Fahrerlaubnis.

W├Ąhrend ein Fahrverbot mit einer Dauer von nunmehr einem bis 6 Monaten (seit September 2017) nur von den Strafgerichten und den Bu├čgeldstellen angeordnet werden darf, kann die Entziehung der Fahrerlaubnis nur durch ein Strafgericht oder die Stra├čenverkehrsbeh├Ârden angeordnet werden.

Die Entziehung der Fahrerlaubnis erfolgt, wenn sich die Person als ungeeignet zum F├╝hren von Kraftfahrzeugen zeigt. Die Gr├╝nde hierf├╝r k├Ânnen vielf├Ąltig sein: Eine erhebliche Straftat im Stra├čenverkehr (z.B. Trunkenheitsfahrt ┬ž 316 StGB) aber auch eine unverschuldete Krankheit, die eine Teilnahme am Stra├čenverkehr unm├Âglich macht (z.B. Erblindung).

Das Fahrverbot kann neben einer Geldstrafe oder Geldbu├če als weitere Strafe angeordnet werden, inzwischen auch ohne Zusammenhang mit einem Versto├č gegen Regelungen des Stra├čenverkehrs, beispielsweise um eine sonst erforderliche Haftstrafe abzuwenden.

Sogar in der Wirkung unterscheiden sich die Entziehung der Fahrerlaubnis und das Fahrverbot:

Das Fahrverbot hat zur Folge, dass ├╝berhaupt keine motorisierten Kraftfahrzeuge im Stra├čenverkehr gef├╝hrt werden d├╝rfen, also auch kein Mofa, f├╝r das man keinen F├╝hrerschein braucht. Die Entziehung der Fahrerlaubnis verbietet einem lediglich das F├╝hren von Kraftfahrzeugen, f├╝r die man einen F├╝hrerschein ben├Âtigt.
Nat├╝rlich sehen unsere Rechtsanw├Ąlte es als ihre Aufgabe die Entziehung der Fahrerlaubnis oder auch nur ein Fahrverbot m├Âglichst zu vermeiden oder jedenfalls die Dauer m├Âglichst kurz zu halten.

Unsere Rechtsanw├Ąlte k├Ânnen ihnen nach einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit im Stra├čenverkehr Verhaltensratschl├Ąge geben, mit denen man, wenn man sie beachtet, im Idealfall die Entziehung des F├╝hrerscheins oder ein Fahrverbot vermeiden oder dessen Dauer verk├╝rzen kann.

Nach dem Ablauf eines Fahrverbotes kann man seinen F├╝hrerschein einfach an der Stelle wieder abholen, an der man ihn abgeben musste.

Nach der Entziehung der Fahrerlaubnis muss man hingegen bei der ├Ârtlich zust├Ąndigen F├╝hrerscheinstelle (i.d.R. Landratsamt oder Stadtverwaltung) die Wiedererteilung beantragen. Die Fahrerlaubnisbeh├Ârde kann die Wiedererteilung dabei davon abh├Ąngig machen, dass man bestimmte Gutachten vorlegt, das bekannteste ist die MPU (Medizinisch Psychologische Untersuchung), die die Fahrtauglichkeit bescheinigen.

Gerade in F├Ąllen in denen nach der Entziehung der Fahrerlaubnis absehbar ist, dass eine MPU oder eine andere Begutachtung erforderlich sein wird, raten wir dringend dazu anwaltlichen Rat einzuholen, da die Voraussetzungen f├╝r eine erfolgreiche Begutachtung oftmals lange vor der eigentlichen Begutachtung geschaffen werden m├╝ssen.

Unsere Anw├Ąlte helfen dabei gerne!