02.03.15 - Arbeitsrecht - Bundesarbeitsgericht - Schmerzensgeld bei heimlichen Videoaufnahmen des Arbeitnehmers durch einen vom Arbeitgeber beauftragten Privatdetektiv


Das Bundesarbeitsgericht hat zum Urteil vom 19. Februar 2015 - 8 AZR 1007/13 eine Pressmitteilung veröffentlicht, die auf folgendes hinweist:

"Ein Arbeitgeber, der wegen des Verdachts einer vorgetäuschten Arbeitsunfähigkeit einem Detektiv die Überwachung eines Arbeitnehmers überträgt, handelt rechtswidrig, wenn sein Verdacht nicht auf konkreten Tatsachen beruht. Für dabei heimlich hergestellte Abbildungen gilt dasselbe. Eine solche rechtswidrige Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts kann einen Geldentschädigungsanspruch („Schmerzensgeld“) begründen...."

In dem Fall hatte das LAG dem Arbeitnehmer ein Schmerzensgeld wegen eines rechtswidrigen Eingriffs in das Persönlichkeitsrecht in Höhe von € 1000,00 gewährt.